Färben

Pflanzenfarben herzustellen funktioniert meistens recht einfach: 

Die Pflanzenteile werden im Wasser erhitzt, durch die Wärme werden die Farbstoffe freigesetzt. Später werden die Pflanzenstücke abgeseiht (Pflanzenreste werden durch ein dünnes Tuch beim abgießen aufgefangen). In dem entstandenen Färbesud werden Stoffe oder Wolle gegeben. Das Ganze wird noch einmal vorsichtig erhitzt und danach kann man das Färbegut noch bis zu 24 Stunden (je nach Rezept) im Färbesud liegen lassen.

Rezepte zum Färb sind eine Übungssache und auch in vielen Büchern zu finden. Eine gute Auswahl findest Du bei uns unter „Literatur“.

Wir färben meistens folgende Sorten:

Wir färben meistens folgende Garne:

  • Merinowolle 14 / 2
  • Maulbeerbaumseide 12 / 2
  • Seidengarn fein
  • Dochtwolle 1 / 1
  • Schurwolle 12 / 4

14 / 2 – Garn und was bedeutet das?

Die Zahl gibt die Stärke an, wobei die 14 bedeutet, dass 1 Gramm Garn einer Länge von 14 Metern entspricht, während die 2 zeigt, dass das Garn aus 2 Fäden gesponnen ist. Das heißt: Je größer die erste Zahl, desto dicker das Garn.

Das Pflanzenfärben besteht im Wesentlichen aus drei Schritten:

  1. Beizen
  2. Färben
  3. Spülen

Copyright by Andreas von Dollberghe